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CD

Dieses CD-Projekt betrachtet die Bedeutung von Henriette Renié für das Harfenspiel und fokussiert sich auf ihr kompositorisches Schaffen, um zu zeigen, wie sie die Grenzen der Harfe ausgelotet und überwunden hat. Durch die Verwendung von Spieltechniken, welch nur auf der Harfe möglich sind, zeigt sie die Vielfalt, aber auch Einigartigkeit des Instruments.

Im Laufe der Geschichte erhielten viele Komponistinnen keine Anerkennung für ihre Kompositionen und durften keine Ansprüche auf ihr Eigentum erheben. Es ist immer noch unsicher, ob einige Werke, die männlichen Komponisten zugeschrieben werden, nicht in Wirklichkeit von deren Ehefrauen oder Schwestern geschrieben wurden. Sophia Dussek (1775-1831) oder Fanny Mendelssohn (1805-1847) sind zwei der bekanntesten Beispiele für ein möglicherweise viel größeres Problem.

Reniés Geschichte unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der anderer Komponistinnen: Sie hat nie geheiratet, hatte keine Kinder und war die einzige Frau in ihrer Kompositionsklasse. Dennoch trugen ihre Kompositionen und Arrangements, ungewöhnlich für eine Frau, ihren Namen und sie erlangte zu Lebzeiten Anerkennung, indem sie ihre Kompositionen an zahlreichen Orten aufführte. Doch trotz dieses Erfolges sind viele ihrer Manuskripte verschwunden, vergriffen oder wurden gar nicht erst gefunden.

Die Idee für dieses Projekts begann, als ich auf Werke wie Deux Pièces Symphoniques stieß, welche bisher niemals eingespielt wurden; es existiert nur eine einzelne Aufnahme durch Renié selbst, welche ich erst später in meinen Nachforschungen entdeckte. Es wäre ein tragischer Verlust für die Musikwelt, wenn solche vergriffenen Kompositionen in Vergessenheit geraten: deshalb wollte ich sie auf dieser CD festhalten.

 

Daneben beinhaltet das Projekt auch bekanntere Werke von Renié, die ich ausgewählt habe, um andere Aspekte ihres Schaffensprozesses herauszustellen: Danse des Lutins zeigt ihre virtuose Seite, während Pièce Symphonique von sehnsüchtigen Melodiebögen geprägt ist.

Der Name des Projekts, "Jamais renier Renié", verkörpert (neben dem Wortspiel) diese Mission.

© 2023 von Leonor Maia

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